Marker und Krankheitsbilder

Blutwerte und Krankheiten im Überblick

Diese Seite sammelt die Werte, die auf einem deutschen Laborbefund tatsächlich stehen, gruppiert wie im Befund selbst. Sie ist für alle gedacht, die einen Ausdruck aus der Praxis vor sich haben und wissen möchten, welcher Wert wofür steht.

Laborwerte

Alle Werte in der Reihenfolge des Befunds

Ein Befundbogen beginnt mit dem Blutbild und endet meist bei Vitaminen und Entzündungswerten. Genau dieser Reihenfolge folgen die sechs Blöcke, damit Sie beim Vergleichen nicht springen müssen.

Blutbild und Differentialblutbild

Leukozyten WBC
Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen: steigt bei bakteriellen Infekten und unter Kortison, sinkt bei manchen Virusinfekten.
Erythrozyten RBC
Anzahl der roten Blutkörperchen pro Liter: allein wenig aussagekräftig, erst mit Hb, Hkt und MCV deutbar.
Hämoglobin Hb
Der rote Blutfarbstoff, der den Sauerstoff transportiert, im Befund in g/dl: an ihm wird eine Anämie festgemacht, nicht an der Zahl der Erythrozyten.
Hämatokrit Hkt
Zellanteil am Blutvolumen: sinkt bei Anämie, steigt bei Flüssigkeitsmangel schon nach einem heißen Tag.
Mittleres Erythrozytenvolumen MCV
Größe der roten Blutkörperchen: teilt Anämien in mikrozytär bei Eisenmangel und makrozytär bei B12-Mangel.
Hämoglobingehalt pro Erythrozyt MCH, HbE
Hämoglobinmenge in einer einzelnen roten Blutzelle, angegeben in pg: läuft meist parallel zum MCV und stützt die Einordnung einer Anämie.
Mittlere Hämoglobinkonzentration MCHC
Hämoglobin bezogen auf das Zellvolumen, nicht auf die einzelne Zelle wie das MCH: auffällig hohe Werte sind meist ein Messartefakt durch Hämolyse der Probe.
Thrombozyten PLT
Blutplättchen für die Gerinnung: erst deutlich erniedrigte Werte gehen mit Blutungsneigung einher, reaktiv hohe begleiten Infekte und Eisenmangel.
Neutrophile Granulozyten Neutrophile
Größte Fraktion im Differentialblutbild: bei bakteriellen Infekten reagieren sie zuerst, unter Chemotherapie sind sie stark vermindert.
Lymphozyten
Zellen der erworbenen Abwehr: relativ erhöht bei Virusinfekten, dauerhaft stark erhöht gehört hämatologisch abgeklärt.
Monozyten
Fresszellen, die aus dem Blut ins Gewebe einwandern: leicht erhöht in der Erholungsphase nach Infekten und bei chronischen Entzündungen.
Eosinophile Granulozyten Eosinophile
Zellen der allergischen und parasitären Abwehr: erhöht bei Heuschnupfen, Asthma, Arzneimittelreaktionen und Wurmerkrankungen.
Basophile Granulozyten Basophile
Kleinste Fraktion des Differentialblutbilds: einzelne Abweichungen sind ohne Aussage, dauerhaft hohe Werte gehören hämatologisch kontrolliert.

Leber, Galle und Pankreas

GPT (Alanin-Aminotransferase) ALT
Das leberspezifischste Enzym, im Befund in U/l: steigt bei Schädigung der Leberzellen, hierzulande als GPT, international als ALT ausgewiesen.
GOT (Aspartat-Aminotransferase) AST
Kommt in Leber, Herz und Muskel vor: nach Sport oder Muskelverletzung auch ohne Lebererkrankung erhöht.
Gamma-GT GGT, γ-GT
Enzym der Gallenwege: reagiert empfindlich auf Alkohol, Medikamente und Fettleber, nennt aber nie die Ursache.
Alkalische Phosphatase AP
Aus Gallenwegen und Knochen: erhöht bei Gallestau, im Wachstum und in der Schwangerschaft physiologisch höher.
Bilirubin gesamt
Abbauprodukt des Hämoglobins: leicht erhöht beim harmlosen Morbus Meulengracht, stark erhöht sichtbar als Gelbsucht.
Albumin
Wichtigstes Transporteiweiß der Leber: niedrig bei fortgeschrittener Leberschädigung, Eiweißverlust oder schwerer Entzündung.
Cholinesterase CHE
Maß für die Syntheseleistung der Leber: sinkt bei Zirrhose, steigt bei Fettleber und Übergewicht.
Lipase
Enzym der Bauchspeicheldrüse: bei akuter Pankreatitis deutlich erhöht und aussagekräftiger als die ältere Amylase.

Niere, Elektrolyte und Harnsäure

Kreatinin
Muskelabbauprodukt, das die Niere ausscheidet, im Befund meist in mg/dl: es steigt erst, wenn schon etwa die Hälfte der Filterleistung fehlt.
Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate eGFR, CKD-EPI
Aus Kreatinin, Alter und Geschlecht berechnet: dieser Wert und nicht das Kreatinin selbst teilt eine Nierenerkrankung in Stadien ein.
Harnstoff
Endprodukt des Eiweißstoffwechsels: hängt stark von Trinkmenge und Ernährung ab, nicht nur von der Niere.
Cystatin C
Nierenmarker unabhängig von der Muskelmasse: hilfreich bei Sportlern, starkem Gewichtsverlust und unklarem Kreatinin.
Harnsäure
Endprodukt des Purinabbaus: dauerhaft hohe Werte begünstigen Gichtanfälle und Harnsäuresteine in der Niere.
Natrium
Wichtigstes Elektrolyt im Blutwasser: Abweichungen spiegeln meist den Wasserhaushalt, nicht die Salzmenge im Essen.
Kalium
Entscheidend für Herzrhythmus und Muskelkraft: schon kleine Abweichungen sind relevant, Hämolyse täuscht hohe Werte vor.
Calcium
Der Befund zeigt das Gesamtcalcium, das mit dem Albumin schwankt: erhöhte Werte lenken den Blick auf Nebenschilddrüse und Vitamin D.

Zucker- und Fettstoffwechsel

Glukose nüchtern
Blutzucker nach mindestens acht Stunden Nahrungspause, hierzulande in mg/dl: Ausgangspunkt der Diabetesdiagnostik.
HbA1c
Anteil des verzuckerten Hämoglobins und damit der Langzeitzucker der letzten acht bis zwölf Wochen, angegeben in mmol/mol und zusätzlich in Prozent.
Insulin und HOMA-IR
Nüchterninsulin mit Rechenindex: zeigt eine Insulinresistenz oft Jahre vor auffälligem Nüchternblutzucker.
Cholesterin gesamt
Summe aller Cholesterinfraktionen: allein kaum brauchbar, erst die Aufteilung in LDL und HDL zählt.
LDL-Cholesterin LDL-C
Das Cholesterin, das sich in Gefäßwänden ablagert: der Zielwert richtet sich nach dem gesamten Herzrisiko.
HDL-Cholesterin HDL-C
Transportiert Cholesterin zurück zur Leber: niedrige Werte gehören zum Bild des metabolischen Syndroms.
Triglyceride
Neutralfette im Blut: sehr empfindlich gegenüber Alkohol, Zucker und einer nicht eingehaltenen Nüchternphase.

Schilddrüse und Hormone

TSH basal TSH
Steuerhormon der Hypophyse: der empfindlichste Einstiegswert, mit dem jede Schilddrüsendiagnostik beginnt. Zum Ratgeber
Freies Thyroxin fT4
Der ungebundene Anteil des Schilddrüsenhormons Thyroxin: zusammen mit dem TSH trennt er latente von manifesten Funktionsstörungen. Zum Ratgeber
Freies Trijodthyronin fT3
Das wirksame Schilddrüsenhormon, größtenteils erst im Gewebe aus T4 gebildet: bei schweren Allgemeinerkrankungen erniedrigt, ohne dass die Schilddrüse krank ist. Zum Ratgeber
Thyreoperoxidase-Antikörper TPO-AK
Antikörper gegen ein Enzym der Schilddrüse: der wichtigste Laborhinweis auf eine Hashimoto-Thyreoiditis. Zum Ratgeber
TSH-Rezeptor-Antikörper TRAK
Antikörper gegen den TSH-Rezeptor: sie sprechen bei einer Überfunktion für Morbus Basedow und gegen eine vorübergehende Entzündung der Schilddrüse. Zum Ratgeber
Testosteron gesamt
Wichtigstes männliches Sexualhormon: beurteilbar ist nur eine Abnahme am frühen Morgen, und der Wert gehört zusammen mit dem SHBG gelesen.
Östradiol E2
Führendes Östrogen: der Wert ist nur mit Zyklustag oder Angabe zur Menopause sinnvoll beurteilbar.

Eisen, Vitamine und Entzündung

Ferritin
Der Eisenspeicher des Körpers: der beste Mangelmarker, wird aber von jeder Entzündung falsch hoch ausgewiesen.
Eisen im Serum Fe
Das gerade im Blut zirkulierende Eisen: schwankt im Tagesverlauf und nach Mahlzeiten so stark, dass es allein keinen Mangel belegt.
Transferrinsättigung TfS
Rechnerischer Anteil des mit Eisen beladenen Transferrins: niedrig beim Mangel, dauerhaft über 45 Prozent ein Hinweis auf eine Eisenüberladung.
Vitamin B12
Das Gesamt-B12 im Serum erfasst auch gebundenes, für die Zelle unbrauchbares Vitamin: Werte im unteren Normbereich schließen einen Mangel nicht aus.
Holotranscobalamin Holo-TC
Der Anteil des B12, den die Zellen tatsächlich aufnehmen können: fällt bei einem Mangel früher ab als das Gesamt-B12.
Folsäure
Für Blutbildung und Zellteilung: ein Mangel macht wie B12 eine makrozytäre Anämie, relevant vor Schwangerschaften.
25-OH-Vitamin D
Die Speicherform von Vitamin D und der Wert, an dem die Versorgung abgelesen wird: in Deutschland vor allem zwischen Oktober und März häufig zu niedrig.
C-reaktives Protein CRP
Akutphaseprotein: steigt binnen Stunden bei Entzündung, besonders deutlich bei bakteriellen Infektionen.
Blutsenkungsgeschwindigkeit BSG
Die klassische Senkungsreaktion: träger als das CRP, aber hilfreich bei Rheuma und Polymyalgia rheumatica.

Krankheitsbilder

Welche Werte zu welchem Krankheitsbild gehören

Kein Laborwert stellt eine Diagnose. Er liefert einen Baustein, der zusammen mit Beschwerden, Untersuchung und Vorgeschichte ein Bild ergibt. Die folgenden Zuordnungen zeigen, welche Werte bei einer Fragestellung überhaupt etwas beitragen.

Eisenmangel und Eisenmangelanämie

Der häufigste Mangel überhaupt, in Deutschland besonders bei menstruierenden Frauen. Ein niedriges Ferritin macht leere Speicher wahrscheinlich, wird aber durch jede Entzündung angehoben; ob daraus schon eine Anämie geworden ist, zeigt das Blutbild. Woher die Verluste stammen, klärt erst die weitere Abklärung.

FerritinHämoglobinMCVMCHTransferrinsättigung

Vitamin-B12- und Folsäuremangel

Ein Mangel entsteht bei veganer Ernährung, nach Magenoperationen, unter Metformin oder Säureblockern. Auffällig große rote Blutkörperchen im Blutbild lenken den Blick darauf; Werte im Graubereich lassen sich über Holo-TC oder Methylmalonsäure weiter einordnen, ein einzelner B12-Wert entscheidet die Frage nicht.

Vitamin B12Holo-TCFolsäureMCVHämoglobin

Schilddrüsenunterfunktion

Müdigkeit, Frieren, trockene Haut und Gewichtszunahme kommen auch ohne Schilddrüsenerkrankung vor und sind für sich genommen unspezifisch. Ein erhöhtes TSH bei normalem fT4 spricht für eine latente, ein zusätzlich niedriges fT4 für eine manifeste Unterfunktion; beides gilt erst, wenn eine zweite Messung den Befund bestätigt.

TSHfT4fT3TPO-AK

Schilddrüsenüberfunktion

Herzklopfen, Unruhe, Schwitzen und Gewichtsverlust passen zu einer Hyperthyreose. Ein erniedrigtes TSH ist der erste Hinweis, die freien Hormone und die Antikörper trennen anschließend die möglichen Ursachen voneinander. Hoch dosiertes Biotin kann ein erniedrigtes TSH im Labor vortäuschen.

TSHfT3fT4TRAK

Hashimoto-Thyreoiditis

Die häufigste Ursache einer dauerhaften Unterfunktion in Deutschland. Erhöhte TPO-Antikörper machen eine autoimmune Entzündung wahrscheinlich, sagen aber nichts über die aktuelle Funktion aus, die allein am TSH und fT4 abgelesen wird. Zur Einordnung gehört der Ultraschall der Schilddrüse dazu.

TPO-AKTSHfT4

Prädiabetes und Typ-2-Diabetes

Nüchternglukose und HbA1c beschreiben zusammen, wie der Zuckerstoffwechsel über Wochen gelaufen ist. Grenzwertige Befunde gehören wiederholt gemessen, bevor daraus eine Diagnose abgeleitet wird; bei Anämie oder verkürzter Lebensdauer der roten Blutkörperchen ist das HbA1c nicht verwertbar.

Glukose nüchternHbA1cHOMA-IRTriglyceride

Metabolisches Syndrom

Bauchumfang, Blutdruck und Laborwerte ergeben gemeinsam das Bild, das Labor allein reicht dafür nicht. Im Befund fallen typischerweise hohe Triglyceride bei niedrigem HDL, ein steigendes HbA1c und eine leicht erhöhte Gamma-GT zusammen auf.

HbA1cTriglycerideHDL-CholesterinGamma-GTHarnsäure

Fettstoffwechselstörung

Erhöhte Blutfette verursachen keine Beschwerden und werden fast immer im Labor entdeckt. Entscheidend ist nicht das Gesamtcholesterin, sondern das LDL im Verhältnis zum individuellen Herz-Kreislauf-Risiko.

LDL-CholesterinHDL-CholesterinTriglycerideCholesterin gesamt

Fettleber

Einer der häufigsten Zufallsbefunde bei erhöhten Leberwerten. Leicht erhöhte GPT und Gamma-GT zusammen mit hohen Triglyceriden und steigendem HbA1c machen sie wahrscheinlich; gesichert wird sie über den Ultraschall und erst nach Ausschluss anderer Leberursachen.

GPTGamma-GTTriglycerideHbA1c

Alkoholbedingte Leberschädigung

Kein Wert beweist einen Alkoholkonsum. Auffällig ist jedoch das Muster: Gamma-GT stärker erhöht als die Transaminasen, GOT über GPT und ein erhöhtes MCV ohne Vitaminmangel. Klarheit bringt erst das Gespräch über die Trinkmenge.

Gamma-GTGOTGPTMCV

Leberzirrhose

Der Umbau der Leber zeigt sich im Labor weniger an den Enzymen als an der Leistung: sinkendes Albumin, fallende Cholinesterase, steigendes Bilirubin und wenige Thrombozyten. Die Diagnose stellen Bildgebung und Elastografie, nicht das Blutbild.

AlbuminCholinesteraseBilirubin gesamtThrombozyten

Chronische Nierenerkrankung

Die Nieren verlieren ihre Funktion lange ohne Beschwerden. Die eGFR über mindestens drei Monate zusammen mit dem Eiweiß im Urin ordnet die Erkrankung in Stadien ein, ein einzelner Kreatininwert genügt dafür nicht.

KreatinineGFRCystatin CHarnstoffKalium

Gicht und Hyperurikämie

Eine hohe Harnsäure allein ist keine Gicht, viele Betroffene bleiben beschwerdefrei. Beim akuten Anfall kann die Harnsäure sogar normal sein, während CRP und Leukozyten nur die Entzündung anzeigen; sicher ist die Diagnose erst mit dem Nachweis von Harnsäurekristallen im Gelenkpunktat.

HarnsäureCRPLeukozytenKreatinin

Vitamin-D-Mangel

In unseren Breiten ist der Spiegel im Winterhalbjahr regelhaft niedrig. Gemessen wird die Speicherform 25-OH-Vitamin D; Calcium und alkalische Phosphatase zeigen, ob der Mangel den Knochenstoffwechsel bereits beeinflusst.

25-OH-Vitamin DCalciumAlkalische Phosphatase

Akute Infektion und Entzündung

Blutwerte helfen bei der Frage, wie stark eine Entzündung ist und wie sie einzuordnen ist. Ein hohes CRP mit Neutrophilie passt zu einer bakteriellen Infektion, eine relative Lymphozytose eher zu einem viralen Verlauf; beweisend für einen Erreger ist keine dieser Konstellationen.

CRPLeukozytenNeutrophileLymphozytenBSG

Eisenüberladung und Hämochromatose

Das Gegenstück zum Eisenmangel und in Nordeuropa erblich nicht selten. Eine dauerhaft hohe Transferrinsättigung mit hohem Ferritin ist der Anstoß für eine genetische Abklärung, bevor Leber und Bauchspeicheldrüse Schaden nehmen.

TransferrinsättigungFerritinGPTGlukose nüchtern

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Laden Sie Ihren Befund als PDF oder Foto hoch. Die Analyse ordnet jeden Wert seinem Referenzbereich zu, erklärt Abweichungen im Zusammenhang mit den übrigen Werten und benennt, was ärztlich abgeklärt werden sollte.

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Die Auswertung ist Gesundheitsinformation, ersetzt kein Arztgespräch und stellt keine Diagnose.

Häufige Fragen

Fragen zu Blutwerten und Befunden

Ein Referenzbereich umfasst die mittleren 95 Prozent gesunder Vergleichspersonen. Damit liegt jeder zwanzigste Gesunde rechnerisch außerhalb, ohne krank zu sein. Ein knapp abweichender Einzelwert ohne Beschwerden ist deshalb meist ein Anlass zur Kontrolle, nicht zur Sorge. Aussagekräftig wird er, wenn mehrere passende Werte in dieselbe Richtung zeigen oder sich derselbe Wert über mehrere Messungen weiterbewegt.

Deutsche Labore weisen den Langzeitzucker seit der internationalen Standardisierung in mmol/mol aus und geben den gewohnten Prozentwert meist zusätzlich an. Beide beschreiben dasselbe: 42 mmol/mol entsprechen etwa 6,0 Prozent, 48 mmol/mol etwa 6,5 Prozent. Achten Sie beim Vergleich älterer Befunde darauf, welche Einheit dort verwendet wurde.

Für das Blutbild selbst nicht. Nüchtern, also nach acht bis zwölf Stunden ohne Nahrung, gemessen werden Glukose, Triglyceride und Insulin. Wasser und ungesüßter Tee sind erlaubt. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Cortisol und Testosteron werden morgens abgenommen, das Serumeisen schwankt im Tagesverlauf erheblich.

Weil Referenzbereiche vom eingesetzten Messverfahren abhängen. Wechselt ein Labor das Testsystem, ändern sich die Grenzen mit, ohne dass sich an Ihrem Körper etwas geändert hat. Vergleichen Sie einen Wert deshalb immer mit dem Bereich, der auf demselben Befundbogen daneben steht, und nicht mit einer Tabelle aus dem Internet.

Es sind die drei häufigsten Leberwerte. GPT entspricht der international gebräuchlichen ALT und ist am leberspezifischsten, GOT entspricht der AST und kommt auch in Herz und Muskel vor. Die Gamma-GT stammt aus den Gallenwegen und reagiert empfindlich auf Alkohol, Medikamente und eine Fettleber. Erst das Muster der drei Werte zueinander ist informativ.

Nein. Ein unauffälliges Blutbild macht manche Erkrankungen unwahrscheinlicher, etwa eine ausgeprägte Anämie oder eine akute bakterielle Infektion, schließt aber weder Tumoren noch viele chronische Krankheiten aus. Anhaltende Beschwerden gehören ärztlich untersucht, auch wenn alle Laborwerte im Referenzbereich liegen.

Quellen & weiterführende Literatur

Dieser Beitrag ist Gesundheitsinformation und keine medizinische Diagnose. Besprechen Sie Ihre Werte immer mit einer Ärztin oder einem Arzt.